Ich wurde getragen. Weiterleben nach dem Tod der Familie

Einfach österlich war das Gespräch, das wir für MOMENT 1/2021 mit Constanze Falkenberg geführt haben: Sie hat uns erzählt, wie ihr Leben im November 2012 eine tragische Wendung genommen hat, woher ihre Kraft kam, weiterzumachen, und warum Leben für sie „Weiterentwicklung“ ist. Wir freuen uns sehr, diese ganz besondere Telefonbegegnung hier noch einmal teilen zu dürfen. Es folgt ein Gesprächsprotokoll.

Der Unfall

Am 3. November 2012 sind mein Mann Jörg, ich und unsere Kinder Vanessa (13), Erik (11) und Amelie (7) auf der Heimfahrt von meinen Schwiegereltern gewesen. Es waren Herbstferien und ich hatte den Eindruck, dass an diesem Tag relativ viel Verkehr herrschte. Auf halber Strecke bemerkten Jörg und ich gleichzeitig, dass auf der Gegenfahrbahn ein LKW außer Kontrolle geraten war. Ich sagte noch: „Was hat der denn jetzt für ein Problem?!“, doch im selben Augenblick kam uns der Lastwagen schon brennend über die Mittelleitplanke entgegen. Mein Mann konnte nichts machen. Der andere Fahrer bremste und Jörg lenkte nach rechts. Damit rettete er mir das Leben.

Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass das Auto stand, ich nach hinten sagte: „kommt, Kinder, schnell raus“, und versuchte, die Tür zu öffnen. Mit ein bisschen Gewalt gelang mir das auch. Mein Mann hatte neben mir gesessen, aber dort befand sich kein Sitz mehr, nur noch das Lenkrad. Ich schaute auf die Rückbank. Da war alles grau. In diesem Moment kam mir zu Bewusstsein: „Die Kinder sind schon weg.“ Das füllte mich aus und bewirkte, dass ich überhaupt vom Auto weggehen konnte. Jemand begleitete mich zur Leitplanke. Von dort aus sah ich, wie der Wagen in Flammen aufging. In diesem Moment war mir klar: „Wenn sie jetzt nicht aus dem Auto raus oder schon tot sind, verbrennen sie gerade.“ Ich erlebte das bewusst mit. Zugleich wusste ich, dass ich nichts tun konnte.

Auf der Leitplanke sitzend hatte ich die große Vorahnung, dass zumindest die Kinder tatsächlich schon verstorben waren. Kurz darauf kamen die Hilfskräfte und ich wurde ins Krankenhaus gebracht. Noch am selben Abend kam ein Seelsorger zu mir. Ich fragte ihn, ob meine Ahnung stimmte.

Ich bin mir einfach ganz sicher, dass man so einen Unfall nicht absichtlich verursacht …

Er nickte nur, konnte nichts sagen. Nun musste sich auch mein Bewusstsein mit dem Tod meiner Familie auseinandersetzen. Der Seelsorger und ich beteten etwas. Ich fragte ihn, wie es dem LKW-Fahrer ging und erfuhr, dass er im selben Krankenhaus lag, aber keine schwereren Verletzungen hatte. Aus einem Impuls heraus bat ich den Seelsorger, diesem Mann – wenn es möglich sei –, zu bestellen, dass ich ihm keine Vorwürfe machte. Das ist auch immer so geblieben. Ich bin mir einfach ganz sicher, dass man so etwas wie diesen Unfall nicht absichtlich verursacht. Später habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Fahrer – ein Familienvater mit zwei kleinen Kindern – nicht bestraft wird. Mir war klar: Er ist gestraft genug, denn er muss damit leben, dass ihm dieses Gefährt außer Kontrolle geraten ist und dass dabei vier Menschen gestorben sind. Da muss nicht noch mehr Leid passieren. Er wurde vor Gericht tatsächlich freigesprochen. Das hat mich sehr beruhigt.

Ein neuer Lebensabschnitt

Die erste Nacht im Krankenhaus war ganz furchtbar – so endlos … Danach ging ein neuer Lebensabschnitt los. Er wurde mir schon auf der Intensivstation so leicht wie möglich gemacht: Meine Schwester durfte Tag und Nacht bei mir sein. Ich bekam sehr viel Besuch, auch von Menschen, von denen ich das nie gedacht hätte, und die Besuchszeiten wurden ohne Aufheben ausgeweitet. Es durften Kinder kommen und Kerzen angezündet werden, niemand fragte nach Essenszeiten – alles Dinge, die eigentlich in keinem Krankenhaus möglich sind. Da waren einfach so eine große Fürsorglichkeit, ein liebevolles Miteinander, eine Menschlichkeit spürbar, um mir diesen Neustart in jeder Hinsicht so erträglich wie möglich zu machen. Ein ganz, ganz wichtiger Besucher war z. B. der Chef meines Mannes, der mir anbot, auch selbst wieder in der Firma zu arbeiten. Damit war klar, dass ich nicht auch noch um meine Existenz bangen musste. Dieses Sicherheitsnetz gab mir die Freiheit, erst einmal alles – die ganze Trauer und das Grauen, das über mich hereinbrach – zuzulassen.

Das ist einer der allerersten großen Gründe, um dankbar zu sein – neben dem Fakt, dass ich meine Familie gehabt habe, so wie sie war, und dass ich so an ihr gewachsen bin.

Meine Kinder haben mich ganz groß gemacht, im Sinne von „erwachsen“ und ein Stück weit „reif“. Das erfüllt mich jeden Tag mit Dankbarkeit und hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass es mir heute so geht, wie es mir geht. Ja, ich denke, Muttersein ist mit das Schwierigste, was uns der liebe Gott gibt, aber auch sein größtes Geschenk. Wenn Mutterliebe möglich ist und wir sie zulassen können, ist sie das Größte, was von uns Besitz ergreift. Sie verändert uns positiv, macht uns selbst groß. Und ich habe sie dreimal erfahren.

Bild: Jörg, Vanessa, Erik und Amelie Falkenberg

Es gibt einen Plan

Es gab einen Moment, in dem ich es angenommen habe.

Nach dem Unfall habe ich keinen Moment ans Aufgeben gedacht. Die Frage, warum ich nie nach dem Warum oder nach einem Fenster gesucht habe, aus dem ich springen kann, kann ich nicht beantworten. Ich glaube, dass Gott, der dieses „Schicksal“ zu irgendeinem Zweck für mich vorgesehen hat, mich getragen hat. Und dass ich hier noch etwas zu erledigen habe, denn sonst hätte er mich ja mitgehen lassen. Ich habe damals alles erst mal einfach so geschehen lassen. Es in seine Hand gegeben. Ich wusste ja: Ich kann es nicht ändern. Der Tod war zu diesem Zeitpunkt etwas so Endgültiges, dass ich mir gesagt habe: „Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: entweder ich nehme es so an, wie es ist, oder ich wehre mich dagegen.“ Sich-Wehren hat sich irgendwie schlecht angefühlt. Es gab dann einen Moment, in dem ich es angenommen habe. Heute ist mir bewusst, dass auch das von oben kommt: solche Dinge akzeptieren zu können.

Ich bin Realistin genug, manchmal in andere Regionen der Welt zu schauen. Dort gibt es sicher viele Mütter, die Kinder nicht wegen eines technischen Defekts verlieren, sondern weil ein anderer Mensch wissentlich und willentlich ein Gewehr gezogen, eine Granate gezündet, Minen vergraben hat – was auch immer. Ich habe relativ bald realisiert, dass ich trotz meines Schicksals immer noch privilegiert bin. Das war der Plan und jetzt schaue ich, wie ich erfülle, was er mit mir vorhat. So suche ich meinen Weg … Ich denke, mit der Ausbildung zur Physiotherapeutin, die ich nach dem Unfall begonnen habe, mit den Gesprächen, die ich führe, und dem, was ich seitdem sonst noch tue, bewege ich mich in einer Richtung, in der er mich vielleicht haben wollte.

Geholfen hat mir sicher auch eine Art „Pflichtbewusstsein“. So viele haben schon in den ersten 14 Tagen immer wieder zu mir gesagt: „Wir sind so froh, dass wenigstens du da bist …“ Ich hätte es als falsch empfunden, die Dankbarkeit, dass ich noch leben darf, einfach wegzuwerfen. Das wäre auch ganz sicher nicht im Sinn meiner Vier gewesen. Die sind zum einen nicht so weit weg, wie wir uns das manchmal vorstellen.

Es gibt so viel mehr zwischen Himmel und Erde, als wir denken … Zum anderen bin ich mir sicher, dass es ihnen da, wo sie sind, gut geht. Darauf, dass sie dort beieinander sind, nach mir schauen und mich immer wieder auch irgendwohin „schubsen“, verlasse ich mich so ein bisschen. Also, Sie sehen: Meinen kindlichen Glauben habe ich mir zum Teil bewahrt. Ich habe keinen „lieben Gott“, der irgendwen bestrafen muss, sondern einen lieben Gott, der – so sage ich es immer – die Liebe ist und die Liebe überall verteilt. Von dieser Liebe dürfen wir uns nehmen, so viel wir möchten. Tatsächlich musste ich im ganzen ersten Jahr keinen einzigen Schritt allein tun. Vielmehr war ich stets getragen von etwas, das mich immer wieder an Stellen geleitet hat, von denen ich vorher gar nicht gedacht hätte, dass ich da einmal hinwollen oder hinsollen könnte.

Ich habe einen Gott, der die Liebe ist und die Liebe überall verteilt.

Letztlich würde ich sagen: Ich glaube heute intensiver als vor dem Unfall. Es ist so viel passiert, was diesen Glauben so real macht, so offensichtlich. Und ich glaube: Wir erleben so etwas nicht ohne einen großen Plan, den er für uns gemacht hat.

Was Kraft gegeben hat

Sie haben gefragt, was mir sonst noch geholfen hat, mit dem Unfall und seinen Folgen umzugehen. Diese Liste wird lang: Sie fängt mit einer behüteten, sicheren Kindheit an, mit einem Umfeld, das trägt, mit einer Mutter, einem Vater, einer Schwester, die bedingungslos da waren und sind. Ich denke an den Segen, dass ich als Kind Dinge ausprobieren und selbstständig sein durfte, Entscheidungen selbst treffen und sie dann auch mal durchsetzen konnte. An Freundschaften und daran, in einer Gemeinde verwurzelt zu sein.

Bild: Constanze Falkenberg mit ihrer Oma

Mein Mann und ich haben uns immer viel engagiert, hatten ein großes soziales Netzwerk, eine tolle Nachbarschaft. Wir waren einfach davon überzeugt, dass Gemeinschaft und Leben nur funktionieren, wenn alle sich einbringen und wenn man solidarisch ist, hilfsbereit, gastfreundlich … Das kommt zurück, wenn einem etwas passiert – auch wenn man sich natürlich nicht mit dem Gedanken einbringt, für das, was man einsetzt, auch etwas zu bekommen. Außerdem habe ich den Glauben, der mich trägt, und ich habe mich immer für viele Dinge interessiert. Man könnte in tausend Details gehen. Ich glaube einfach, dass all das einen großen Anteil daran hat, dass man so etwas einigermaßen heil übersteht.

Nach dem Unfall hat sich mein Leben komplett verändert. Ich wohne zwar immer noch in unserem Haus, aber ich bin sicher nicht mehr dieselbe wie vorher. Vorher hatte ich einen absolut vollgeknallten Terminkalender. Ich bin rastlos von Alpha nach Omega gerannt. Inzwischen ist der Kalender immer noch ziemlich dicht gepackt, aber ich habe jetzt einen Hund und der nimmt viel Geschwindigkeit heraus. Ich verbringe viel Zeit in der Natur und bin nicht mehr so „getaktet“. Bei etlichen Dingen erlaube ich mir heute auch mal, zu sagen „das ist zu stressig“. Ja, tatsächlich bin ich in vielen Alltagsdingen sehr ruhig geworden. Ich glaube, durch so etwas wird man sehr, sehr geerdet und überlegt sich wirklich, ob manche Sachen nicht zu klein gedacht sind. Zugleich gibt es immer noch Dinge, für die ich die Welt einzureißen versuche: für meine Freundinnen z. B. oder wenn jemand wirklich etwas von mir braucht. Dann mache ich schon vieles möglich.

Annehmen und loslassen

Ich habe das Geschenk des Mutterseins bekommen, aber es hat mir nicht GEHÖRT.

Ob ich damit hadere, dass ich das Geschenk des Mutterseins, das für mich so groß war, wieder abgeben musste? Ganz im Gegenteil. Für mich war immer klar: Ich habe dieses Geschenk bekommen, aber es hat mir nicht gehört. Das Muttersein war ein Teil von mir. Ich durfte es eine Zeitlang haben. Aber für mich war immer – auch schon, als die Kinder klein waren – wichtig, dass Kinder ein Geschenk sind, das uns nicht gehört, sondern das sozusagen geliehen ist. Ja, ich wusste, dass mir die Kinder nicht gehören und auch, dass Jörg mir nicht gehört. Dass sie zu mir gehören – gewiss, aber dass ich keinerlei Recht auf sie habe, auch wenn ich für sie Verantwortung trage.

Eine große Maxime ist für mich immer das „Wurzeln-und-Flügel-Geben“ gewesen. Manchmal bin ich dann mit anderen Müttern aneinandergeraten, weil ich meine Kinder z. B. allein über die Straße oder den Weg zur Schule habe gehen lassen.

Aber wir haben den Kindern beigebracht, wie man über die Straße geht bzw. zur Schule kommt, es mit ihnen besprochen und x-mal geübt, bis sie sicher waren. Und dann konnte ich auch loslassen. Mir war wichtig, irgendwann auch mal zu sagen: „Im Auto sitzen Menschen, die nicht absichtlich ein Kind überfahren.“ Das habe ich vorausgesetzt, weil ich an das Gute im Menschen glaube, und da bin ich gern mal ein bisschen angeeckt. Ich habe darauf vertraut, dass die Kinder ihren Weg finden – auch dorthin, wo sie jetzt hingegangen sind. Und ich wünsche mir, dass wir sie gut vorbereitet haben – auch darauf. Also dass sie auch da, beim lieben Gott, gut angekommen sind.

Ja, es stimmt: Ich habe erlebt, wie unberechenbar das Leben ist. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich getragen bin. Dass ich persönlich (natürlich kann ich das für niemand anderes sagen) unberechenbare Situationen auf mich zukommen lassen und annehmen kann. Ich bin sicher, dass der Mensch grundsätzlich die Fähigkeit hat, mit Unwägbarkeiten umzugehen, und dass ihn gerade das in der Evolution so erfolgreich gemacht hat. Die Natur kann mit dem Unberechenbaren umgehen und weil wir Teil von ihr sind, können auch wir es. Zudem bürdet Gott niemandem mehr auf, als er tragen kann –

das glaube ich immer noch und vertraue darauf, dass es irgendwie, hier oder woanders, weitergeht. Deshalb bin ich sicher, dass wir hoffnungsvoll sein können. Natürlich gibt es Situationen, in denen man verzweifeln könnte. Wir sehen so viel Leid und hören so viele traurige Geschichten … Aber ich glaube, wenn man realisiert „Es geht weiter, ich muss nur schauen: Wo ist darin mein Platz? Wo gehöre ich hin? Wo passe ich hin?“, und wenn man diese persönliche Verantwortung zu übernehmen versucht, kann man vertrauensvoll nach vorne blicken und sich auf das einlassen, was kommt. Wenn wir den Blick über das Leid hinaus weiten, gibt es auch ganz viel Menschlichkeit, Umdenken und Andersdenken, meine ich. Allein im Bereich der Umwelt oder des Virus: Da ist schon so viel geschehen, was Hoffnung macht. Es gibt Menschen, die Bäume pflanzen, und junge Leute, die im Meer das Plastik zusammenfischen, um T-Shirts daraus herzustellen. Oder kleine Gesten in der Pandemie: Eine Freundin meiner Schwester hat vor Weihnachten angeregt, Grüße an Menschen im Altenheim zu schicken. Also hat meine Schwester 20 Karten geschrieben. Marc Marshall hat während des kompletten Lockdowns unablässig vor Alten- bzw. Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen Konzerte gegeben. Da sind unheimlich viele schöne Dinge passiert, die – wenn wir sie sehen – bewirken können, dass wir nicht verzweifeln.

Es geht weiter. Ich muss nur schauen: Wo ist darin mein Platz?

Mir persönlich hilft an schlechten Tagen die Erinnerung an ein sehr schönes, erfülltes Leben vor dem Unfall. Wir haben das Leben, das wir zusammen hatten, genossen und es so gut, wie wir konnten, gemeinsam verbracht. Oft haben wir gelebt, als gäbe es kein Morgen. Mit diesem Wissen kann ich gut sein. Außerdem hilft mir die Gewissheit, dass morgen ein neuer Tag ist und ich jeden Tag neu anfangen darf. Und mir hilft, dass ich zulassen kann, wenn es mir mal schlecht geht. Meine Erfahrung ist: Je mehr ich das zulasse, desto schneller geht es vorbei.

Millionen Gründe, dankbar zu sein

Ja, ich empfinde es als eine Gnade, dass ich aus dem Autowrack aussteigen durfte und noch hier sein darf. Auch wenn mir manchmal Dinge gegen den Strich gehen, bin ich fast jeden Tag dankbar. Dafür habe ich Millionen Gründe, da brauchen wir gar nicht weiterreden. Es gibt so vieles, was mein Leben auch heute lebenswert macht – so unendlich viele kleine Gaben, die ich noch geschenkt bekommen habe.

Hätte mich vor dem Unfall jemand mit meinem Weg konfrontiert, hätte ich wahrscheinlich gesagt: „So etwas kann man nicht geistig gesund überstehen.“ Doch ich bilde mir ein, noch nicht ganz geisteskrank zu sein:-). Und ich darf auch nicht sagen „ich habe es überstanden“, denn das stimmt nicht: Dieses Schicksal, meine Familie und alles, was passiert ist, gehören zu mir und werden mich mein Leben lang begleiten. Auch die Trauer und der Schmerz werden mich immer begleiten. Aber da wird auch immer das Glücksgefühl sein, das ich hatte, als ich meine Kinder zur Welt gebracht habe.

Und das Gefühl an dem unfassbar schönen Tag, an dem wir geheiratet haben. Davon zehre ich noch immer! Wenn ich nur ein Foto von der Hochzeit anschaue, kommen die Dankbarkeit und das Glück von damals sofort wieder hoch. Wenn ich möchte, kann ich mich da sofort wieder hineinfühlen. Auch diese Erfahrungen sind ein Privileg, denn ich weiß, dass es vielen Menschen nicht vergönnt ist, so einen wundervollen Tag zu haben. Viele haben nicht die Möglichkeit, solche Zufriedenheit zu spüren, ja mit Situationen auch „friedlich“ zu sein.

Bild: Hochzeitstag

Insofern ist mir sehr bewusst, dass ich einfach Glück hatte und irgendwie auch so ein bisschen die Verpflichtung habe, etwas davon weiterzugeben, denn: Auch dieses Glück und die Möglichkeit, es zu sehen bzw. zu empfinden, gehören mir eben nicht. Sondern auch das ist ein Geschenk.

Was am Ende meines eigenen Lebens einmal stehen soll? Puh … Ich glaube, ich wünsche mir, dass irgendjemand einmal sagt, dass ich liebevolle Spuren hinterlassen habe. Dass man mit einem Lächeln an mich denkt. Das fände ich schön, ja.



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